Gesund alt zu werden wünschen wir uns doch alle

Ist heute Montag oder Dezember?

Demenz und Alzheimererkrankung sind Krankheiten, die uns allen Angst machen und leider bis heute nicht heilbar sind. Durch die hohe Lebenserwartung der Menschen in unserer Zeit steigt die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an einer Form der Demenz zu erkranken.
Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht wie Sie, Ihre Eltern oder Angehörigen sich wünschen zu leben, wenn sie an einer Form der Demenz erkrankt sind?

Wir haben uns darüber Gedanken gemacht, wie wir unseren demenzerkrankten Bewohnern gerecht werden können.

Was passiert, wenn man an Demenz erkrankt? Die Gedächtnis­leistung lässt nach, man vergisst die einfachsten Dinge. Zuerst fängt es damit an, dass man die Schlüssel oder die Brille nicht wiederfindet, man vergisst die Herdplatten auszuschalten. Später kann man seinen Tagesablauf nicht mehr gestalten, weil man nicht mehr weiß, was zu tun ist.

Man fängt an, in der Vergangenheit zu leben, es kann so weit gehen, dass man seine eigenen Familienangehörigen nicht wieder erkennt. Man ist aber immer noch ein Mensch mit eigener Persönlichkeit, der es verdient hat, mit Würde und Respekt behandelt zu werden. Aus diesem Gedanken heraus haben wir unseren Demenzbereich aufgebaut. Es sind kleine Wohngemeinschaften entstanden, in denen 10 – 12 Bewohner zusammen leben.

Die Alltagsabläufe sind den Bedürfnissen der Bewohner angepasst, sodass hier weitgehend versucht wird, ein Höchstmaß an Indi­vidualität des Einzelnen zu gewährleisten.

Wichtig ist für uns, sollte es zu einer erhöhten Bettlägerigkeit ­kommen, diese Bewohner in ihrer gewohnten Umgebung weiter zu pflegen.

Alte Gewohnheiten sowie noch vorhandene Fähigkeiten sollen erhalten und gefördert werden. Jede Wohngruppe hat eine eigene Küche, ein eigenes Wohnzimmer und einen Garten (Garten der Sinne), wo auch Kleintiere gehalten werden. Für die Zimmer sollten ggfs. eigene Möbel und eigene – aus der Vergangenheit liebgewonnene Dinge - mitgebracht werden, um wichtige Bezugspunkte nach der vorhandenen Erinnerung einzusetzen.

In diesem Bereich wird wie in einer großen Familie gelebt. Angehörige und Freunde der Bewohner sind gern gesehene Gäste, die zu allen Festen persönlich eingeladen werden. Ein wichtiger Bezug ist auch die Ergotherapie, wo die Bewohner in Einzel- oder Gruppentherapie, durch Gedächtnistraining, Gymnastik, Musik und Bewegungsbäder im hauseigenen Schwimmbad gefördert werden.

Eine Besonderheit ist unser Snoezelraum, hier soll die Wahrnehmung gestärkt und die innere Ruhe wiedergegeben werden. Für die ärztliche Versorgung ist durch alle ortsansässigen und in der Umgebung praktizierenden Ärzte gesorgt. Es kann auch der eigene Hausarzt beibehalten werden. Der Bewohner steht bei uns im Mittelpunkt, er soll sich wohl und akzeptiert fühlen.